Weinlese 2026: Eine unglaubliche, unvergessliche Saison
Es gibt Weinlesen, die einen Jahrgang prägen. Und es gibt einige, die neben den Trauben scheinbar auch die Zeit ernten.
Die Weinlese 2026 bei Venica&Venica gehört dazu.
Sie begann am 6. August, so früh wie nie zuvor in unserer Geschichte. Eine außergewöhnliche Vorverlegung, die einmal mehr zeigt, wie sehr uns der Weinberg überraschen kann und wie sehr unser Handwerk verlangt, ihm zuzuhören – jedes Jahr aufs Neue, als wäre es das erste.
Doch in diesem Jahr scheint die Zeit zwischen den Rebzeilen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander zu verbinden.
Für Gianni ist es die fünfzigste Weinlese. Fünfzig Jahre, geprägt vom Rhythmus der Jahreszeiten, während sich das Klima, der Wein und die Arbeitsweise veränderten, ohne jemals aufzuhören, von dem Land zu lernen. Ein Meilenstein, der genau in dem Jahr seines siebzigsten Geburtstags fällt: fast so, als hätten das Leben und der Weinberg beschlossen, gemeinsam die Jahre zu zählen.
Und während Gianni seine fünfzigste Weinlese feiert, erlebt jemand seine erste.
Ginevra, Serenas Tochter, ist erst vor wenigen Monaten zur Welt gekommen. Sie ist noch zu klein, um zu wissen, was eine Weinlese ist, was eine reife Traube bedeutet oder welcher Duft in diesen Tagen den Weinkeller erfüllt. Und doch zeugt ihre Anwesenheit bereits von einer neuen Generation, die in die Geschichte der Familie eintritt – der fünften –, während der Weinberg seinen Weg fortsetzt.
In dieser unglaublichen Weinlese spielt die Zeit auch in den Gläsern wieder eine Hauptrolle. Dreißig Jahrgänge des Ronco delle Mele Sauvignon bilden den Rahmen für eine Verkostung, bei der man wiederentdecken kann, was jede Saison dem Wein geschenkt hat.
Dreißig Jahrgänge, um eine Geschichte zu bewahren. Fünfzig Weinlesen, um ein Leben zu erzählen. Ein neugeborenes Mädchen, das uns daran erinnert, dass jede Geschichte, wenn sie tiefe Wurzeln hat, weiter sprießt.
Vielleicht ist es genau das, was uns die Weinlese jedes Mal lehrt.
Dass die Zeit nicht einfach nur vergeht.
Die Zeit schlägt Wurzeln.





